Der Schulschreck

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SchwachSuper 
Geschrieben von Livia Hoffmann

SpinneInhaltangabe:

Tessa ist eine eklige Vogelspinne, die in einem Terrarium in meiner Schule wohnt. Doch dann war sie eines Tages verschwunden.


Die ganze Geschichte:

Es schien ein Montag zu sein wie jeder andere auch. Wie üblich kam ich zu spät in die Schule. Eilig hastete ich durch den menschenleeren Schulflur. Vor den Terrarien gegenüber dem Lehrerzimmer stoppte ich ab, um nach den süßen weißen Mäusen zu schauen. Die Ärmsten haben ihr Zuhause neben dem von Tessa. Wie immer vermied ich es, in das Terrarium von Tessa zu sehen. Denn Tessa ist eine echt eklige Vogelspinne.


Als die erste Schulstunde fast um war, kam eine Durchsage von unserem Schulleiter Herrn Faster: „ Ich bitte um Entschuldigung wegen der kleinen Störung. Aber es ist etwas wichtiges vorgefallen. Tessa, unsere Vogelspinne, ist aus ihrem Käfig ausgebrochen und läuft jetzt wahrscheinlich irgendwo frei in der Schule rum. Ich bitte darum vorsichtig zu sein, da Tessa beißen kann! Danke schön für eure Aufmerksamkeit!“ Damit endete die Durchsage. Alle starrten auf die kleinen Boxen, aus denen die Durchsage gekommen war. Bis plötzlich alle anfingen, durcheinander zu schreien. Alle setzten sich auf die Tische oder stellten sich drauf, bis klar war, dass in unserer Klasse keine Vogelspinne war. Ich war echt erleichtert. Diese ekelhafte Vogelspinne würde ich niemals in meinem Klassenraum haben wollen. "Wenn Tessa hier in dem Klassenraum gewesen wäre, wäre ich wahrscheinlich bei ihrem Anblick umgefallen“, meinte meine Freundin Maria. „Ja, das wäre mir sicher auch passiert“, nickte ich. In den nächsten Tagen war jeder auf der Hut. Doch als auch zwei Tage nach der Durchsage immer noch nichts passiert war, ließ die Anspannung nach. Niemand glaubte mehr, dass Tessa noch in der Schule war. Bestimmt war sie schon über alle Berge gekrabbelt. Tessa wurde langsam vergessen. Und so kehrte in der Schule wieder Normalität ein. Maria und ich waren gerade in der Mensa und aßen Pizza. Auf einmal schrie Maria wie am Spieß: „Iiiiiiiihhh“. Sie sprang auf. Da sah ich, was los war. Auf Marias Hosenbein saß Tessa. Angelockt von dem Schrei versammelte sich eine große Gruppe um uns. Kreischend nahm Maria sich ihren Teller und schlug damit nach der Vogelspinne. Tessa rannte um ihr Leben. Doch egal, wohin sie rannte, alle schlugen nach ihr. Auf einmal tat mir Tessa sehr leid. Da niemand sonst sich traute Tessa auf die Hand zunehmen und zurück in den Käfig zu bringen, blieb alles an mir hängen. widerstrebend  - aber behutsam - nahm ich Tessa auf die Hand und trug sie in Richtung Terrarium. Ich merkte gar nicht, dass der Schulleiter mir entgegen kam und mich anstieß. Mich biss Tessa in die Hand und fiel dann auf Herrn Faster. Der Biss tat höllisch weh und fing an zu brennen. Herr Faster versuchte verzweifelt, Tessa von seiner Kleidung zu schütteln. Doch erst als ich sie behutsam von seiner Jacke abnahm, war Herr Faster befreit von ihr. Ich war erleichtert, als ich die Vogelspinne zurück in den Käfig gesetzt hatte. Herr Faster bedankte sich bei mir ausgiebig. Der Biss der Vogelspinne wurde jedoch immer dicker und schmerzhafter. Ich wurde zu den Schulsanitätern geschickt. Nachdem ich eine Weile den Biss mit einem Kühlpack gekühlt hatte, tat er nicht mehr so weh. Nun war ich so zu sagen ein Held in der Schule, da alle davon gehört hatten oder dabei gewesen waren, als ich gebissen wurde und trotzdem Tessa in ihren Käfig gesetzt hatte. Alle waren nun zufrieden und glücklich. Und von Herrn Faster bekam ich als Dankeschön ein großes Eis spendiert. Tja, Tierliebe ist eben echt nützlich.



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